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Das Gap Concept von David Sklansky | GoodLuck Pokertipps
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Texas Hold'em Poker Strategie Artikel


Das Gap Concept von David Sklansky

Das Gap-Concept ist eine anerkannte
Theorie, die den Unterschied zwischen den Wert einer Calling-Hand und den Wert einer Betting-Hand bei Texas Hold'em Turnieren veranschaulicht.

Der Begründer dieser Theorie ist der Pokerprofi und Pokertheoretiker David Sklansky, dessen Bücher zum Thema Poker mittlerweile zur Standard-Lektüre gehören sollte.

Einer der Eckpfeiler dieser Theorie besagt, dass man eine stärkere Hand braucht, um einen pre-flop raise zu callen, als wenn man selber den Raise als erster spielt.

Grundsätzlich bedeutet das, dass man in der Regel eine bessere Hand braucht, um gegen jemanden zu bestehen, der die Wettrunde eröffnet hat, als wenn man sie selbst eröffnet. Diese Differenz zwischen der Hand, die man zum Callen braucht und der Hand, mit der man das Setzen eröffnet, bezeichnet Sklansky als Gap. Das englische Gap bedeutet soviel wie Lücke bzw. Abstand.

Es geht im Grunde genommen um den Abstand zwischen Hands zum Raisen und Hands zum Callen. Zum Beispiel kann ein Spieler, der an später Position als erster an der Reihe ist, mit schlechten Hands wie Q-9 raisen, um gegen die Blinds zu spielen. Wenn jemand vorher einen Raise gebracht hat, dann wäre ein Call mit Q-9 natürlich eine sehr schlechte Wahl. In der einen Situation kann man Q-9 raisen, in den (meisten) anderen, wird man folden. Diesen Wert-Unterschied einer Hand nennt Sklansky den Gap.

Der Gap Value, also der Wertunterschied einer Hand je nach Situation hat viel mit Blind-Stealing zu tun. In einem Turnier ist das Stehlen der Blinds entscheidend. Gewinnt man die Blinds, gleicht es sich wieder aus, wenn man die eigenen Blinds verliert und auf diese Weise bekommt man eine Gratis-Spielrunde mit 10 weiteren Hands. Und weil die Hands in den Blinds oft nicht gut sind und sie bei Raises sehr oft aussteigen müssen, ist der Wert der Karten, mit denen die Blinds angegriffen werden, fast schon nebensächlich.

Ganz anders verhält es sich mit Hands, mit denen man callen will. Um einen Raise zu callen, bedarf es einer viel besseren Hand. Denn wenn man callt, kann man den Pot nicht gewinnen, sondern bleibt nur dabei und die Initiative liegt beim Gegner. Daher muss die Hand dafür gut genug sein.

Viele Faktoren fließen in das Gap-Concept ein. Wenn der Tisch besonders loose oder tight ist, verändert das auch den Gap. Je tighter die Gegner, desto größer der Gap, weil Betting am tighten Tisch öfter gewinnt, da die Gegner häufiger aussteigen. Das heisst, der Wert-Unterschied zwischen einer Hand zum Callen und einer Hand zum Betten ist groß. Das heisst, zum Callen braucht man hier eine sehr starke Hand, zum Betten reicht eine weniger gute.

Je looser der Tisch, desto kleiner der Gap, da ein Bet viel schneller gecallt wird. Also muss die Hand zum Betten auch besser sein, wenn man mit Caller rechnet.

Vor allem die Position hat großen Einfluss auf den Gap. In später Position die Spielrunde zu eröffnen ist bei einem halbwegs ruhigen Tisch fast immer mit durchschnittlichen Hands möglich.

Sklanskys Gap Concept ist eine wichtige Hilfe gerade im Turnierspiel. Ein und diesselbe Hand kann in der einen Situation die ideale Hand zum setzen sein, in der anderen eine zum sofortigen Aussteigen. In einer Turniersituation wird man anhand der Aggressivität der Gegner, der eigene Position sowie dem Stack bewerten, welche Hand man mindestens braucht, um die Spielrunde zu eröffnen und welche Hand mindestens erforderlich ist, um zu callen.



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