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Gegen schwach-loose Gegner spielen

Verkommt ein Pokerspiel wirklich zum Gamblen, wenn immer viele loose Spieler alles callen?

Wenn ein Pot ziemlich klein ist am Turn einer Texas Hold'em Spiels und der Spieler mit der besten Hnad setzt, so macht ein Gegenspieler einen schwerwiegenden Fehler, wenn er mit einem gutshot straight draw (also 4 Karten einer Strasse, wobei eine mittlere noch fehlt) mitgeht.

Nehmen wir aber an, dass mehrere Spieler callen, die alle verschiedene gutshot straight draws haben. Diese Spieler machen alle diesen Fehler, doch mit jedem weiteren Spieler, der damit ins Spiel geht, verändern sich die Pot Odds. Je mehr dieser Spieler in den Pot gehen, desto "besser" werden jetzt diese gutshot straight draws der anderen.

Dieses "Herdenverhalten" ist oft der Grund, dass gute Spieler sich beschweren, dass diese extremen loose Tische schwer zu schlagen sind, weil so viele Spieler erst am River von ihren Karten loslassen, jedem Draw nachlaufen und ein ernsthaftes Pokerspiel nicht mehr möglich ist. Wie schlägt man solche Herden an schwach/loosen Spielern?

Angenommen, ein Spieler in einem 10/20 Hold'em Cashtable bekommt A9. Sechs Spieler sind vorher ohne Erhöhung nur mitgegangen, der Spieler mit A-9 checkt.

Der Flop kommt: A-T-5. Nicht so toll, aber der Spieler mit A-9 wettet, um zu sehen, was passiert. Alle sechs Gegner callen! Der Spieler denkt daran, zu check/folden, aber der Turn ist großartig, ein weiteres As kommt und jetzt liegen A-T-5-A am Board. Er setzt $20 in den mittlerweile $140 Pot.

Nehmen wir an, dass diese 6 anderen Spiele die folgenden Hands haben: KQ, KJ, QJ, 43, 42 und 32. Alle sechs Spieler haben ein gutshot straight draw, jedem dieser Spieler fehlt eine Karte zur Strasse.

Von den 34 verbleibenden Karten im Deck gibt es allerdings für jeden einzelnen dieser Spieler exakt 2 Karten, die kommen müssen, damit sie den Pot gewinnen. Das bedeutet, dass die Chance, den Pot zu bekommen ca. 16:1 beträgt.

Wenn der erste Spieler mit KQ $20 setzen muss bei einer Potgröße von $160 hat er als Pot Odds 8:1, aber seine Karten gewinnen nur jedes 16.Mal. Also ein schlechter Call. Aber wenn auch die nächsten Spieler callen, bis zum dem Spieler, der 3-2 hat, verändern sich die Pot Odds gewaltig. Callen alle, muss der Spieler mit 3-2 $20 setzen, aber in einen $260-Pot. Er bekäme das 13fache seines Einsatzes zurück, seine Chancen den Pot zu holen sind 16:1, eine noch immer etwas schlechte Wette, aber um Welten besser als der Call vom ersten Spieler (derjenige mit KQ).

Aber kümmern wir uns nicht um sie, sondern um den Spieler mit A-9. Wenn jeder gefolded hätte am Turn, hätte er $140 gewonnen. Wenn diese Situation exakt 100x vorkommt, dann würde der Spieler mit $14000 vorne liegen. Wie sieht es nun aus, wenn alle Gegner callen? A-9 gewinnt in dieser Situation ca. 65%. Also von 100 dieser Situationen gewinnt er 65x. 65 Mal gewinnt er $120 (6x $20 am Turn), und 35x verliert er seine $20 am Turn plus die Einsätze am River. Im Schnitt verdient man nach 100x etwa $15150, wenn gecallt wird.

Man kann leicht sehen, dass A-9 gerade dann den größten Profit macht, wenn das Phänomen Herdenverhalten (viele Spiele callen mit ihren Draws) auftritt. Es gibt also keinen Grund, Tische zu meiden, die aus vielen schwach-loosen Spielern besteht, in Summe erreicht man mehr Profit, die Spiele selbst sind allerdings von größeren Schwankungen betroffen, was der Grund dafür sein könnte, dass Spieler lieber die $14000 (ohne nervliche Belastung) anstreben als die $15150.



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